Welche Voraussetzungen muss der Beleuchtungsmast zur Anbringung eines Ladepunktes erfüllen?

Es muss dauerhaft Strom vorhanden sein oder die Möglichkeit bestehen die Installation dahingehend zu ändern. Wird die Beleuchtung direkt im Verteilnetz betrieben sind die Masten meist redundant angebunden. Manchmal liegt sogar in jeder Laterne eine dauerbestromte Phase als Reserve (bspw. in Berlin, Hannover, Hamburg Köln,...)

Ein Beleuchtungsnetz ist häufig mehrphasig ausgelegt aber zentral geschaltet, also tagsüber ohne Strom. Hier besteht die Möglichkeit eine Phase vollständig von der Beleuchtung zu befreien und mit Dauerstrom zu versorgen. Unsere Erfahrung zeigt, auch in Fällen in denen es anfänglich so aussah als würde kein Weg zum Laternenladen führen, zeigen sich beim genaueren Hinschauen oft Möglichkeiten. Die Grenzen der Physik lassen sich natürlich nicht verändern. Wenn tatsächlich gar keine Reserven vorhanden sind oder durch effiziente Leuchtmittel geschaffen werden können und eine Dauerbestromung ausgeschlossen werden muss, eine Neuverkabelung nicht praktikabel ist dann ist Laternenladen vorerst nicht möglich. Natürlich kann es in diesen Fällen bei der nächsten Modernisierung mit vorgesehen werden. Im Mittel wird jeder 50. Beleuchtungsmast jedes Jahr ausgetauscht. 

Der Mast muss stabil genug sein und entweder normal rund oder konisch rund oder rechteckig sein (für historische Masten gibt es aktuell keine Standardlösung). Masten ab einem Durchmesser von 100mm sind prinzipiell geeignet wenn sie jünger als 30 Jahre sind.

Es muss eine direkte Parkmöglichkeit neben dem Mast bestehen.

Was sind die technischen Anschlussbedingungen für den Ladepunkt?

Unser Ladepunkt enthält neben der Ladefunktion einen Zählerplatz der im Sinne der VDE Anwendungsregeln 4101 und 4102 entwickelt wurde. Die elektrischen Komponenten sind entsprechend ausgewählt. Es gibt eine selektive Zählervorsicherung mit 25kA Abschaltvermögen im unteren Anschlussraum, einen EHZ Zähler auf BKE auf dem Zählerplatz, wahlweise kann der Netzbetreiber den Zähler setzen und es gibt eine Anlagenabsicherung mit FI und LS im oberen Anschlussraum. Im Raum für Zusatzanwendungen ist die Ladefunktion untergebracht in einem Controller, der auch die Rolle einer MUC übernimmt und zur Zählerfernauslesung fähig ist. Wir erfüllen somit viele Anforderungen, weichen aber von den eigentlichen Dimensionen von den geforderten Maßen ab, weil diese an einem Beleuchtungsmast unmöglich umsetzbar sind.

Das VDE Prüfinstitut hat für uns ein Gutachten erstellt und eine Delta-Analyse der Anforderungen der Anwendungsregeln erstellt. Im Ergebnis hält der VDE den Einsatz für unbedenklich solange die Wartung nicht von Laien, sondern von Elektrofachpersonal durchgeführt wird. Zusätzlich wurde die Wärmeentwicklung unter Volllast gemessen und für unbedenklich gehalten. Gern schicken wir Ihnen das Gutachten auf Anfrage zu. Der aktuelle Produktentwicklungsstand geht bereits über den Stand im Gutachten hinaus und erfüllt einzelne Abweichungen bereits. Wir bieten so z.B. gegen Aufpreis aktuell eine Doppelschließung an.

Viele Netzbetreiber kennen unseren Ladepunkt aus Diskussionen im VDE FNN bei dem wir mehrfach zu Gast waren. In verschiedenen Netzbereichen, u.a. in Berlin haben wir bereits die Erlaubnis den Ladepunkt direkt ans Verteilnetz anzubinden.

Natürlich ist es ungeachtet der obigen Ausführungen weiterhin möglich den Ladepunkt in einer Unterverteilung zu betreiben. Der Zähler im Ladepunkt ist dann ein Unterzähler und nicht der eigentliche Zählpunkt i.S.d. Verteilnetzes.

Ob der Ladepunkt bei Ihren Leuchten direkt am bisher ungezählten Verteilnetz hängt oder in einer bereits gezählten Unterverteilung hängt von Ihrer Beleuchtungsstruktur ab.

Was für Funktionen steuert der Ladecontroller?

Der Bender Ladecontroller CC611 ist das Herzstück eines jeden Ladepunktes. Er kann in jedes Ladekonzept integriert werden, ob Wallbox, Laternenladen oder üblichen Ladestationen.

Der Ladecontroller steuert die Ladesteckverbindung und erlaubt die Einrichtung in Übereinstimmung mit aktuellen Standards, (IEC 62196, IEC 61851-1 and IEC 61851-22)

Der CC611 is charakterisiert durch sein kompaktes Design und Größe (114,5 mm x 22,5 mm x 99 mm), welches wiederum den Ladepunkten einen kompakten, intelligenten und kostengünstigen Ausbau ermöglicht.